Noch einmal gelesen: Orwells "1984", und erstaunt über die Zeitlosigkeit dieses Entwurfs. Deutlich ist: Totalitarismus beginnt in den Köpfen. Jedes totalitäre System sucht die Kontrolle über die Wahrnehmung und die Gedanken des Einzelnen. Damit die Wirklichkeit geleugnet und einer Idee untergeordnet werden kann.
Deutlich wird auch: Einem totalitären System hat wenig entgegenzusetzen, wer seiner eigenen Wahrnehmung nicht vertraut, nicht den Versuch wagt, die Wahrheit selbst zu erkennen, nach Erkenntnis zu suchen mit den Mitteln seiner Vernunft. Deshalb: "Freedom is the freedom to say that two plus two make four."
Doch das Leugnen von Erkenntnissen, die auf der Hand liegen, ist heute zu einer Mode-Ideologie geworden. Der Konstruktivismus besteht in der Annahme, "dass jeder Mensch sich seine eigene Wirklichkeit konstruiert, also jeder Einzelne in einer anderen Wirklichkeit lebt und es somit keine für alle Menschen gleichermaßen gültige Wirklichkeit gibt". Warum er letztlich absurd ist, beschreibt Eugen Maria Schulak heute im EF-Blog.
Eins ist klar: Der Konstruktivismus raubt seinen Anhängern den Mut und das Vertrauen in ihre eigene Erkenntnisfähigkeit. Und wo es nichts zu verteidigen gibt, hat man einem Gegner, der entschlossener auftritt, nichts entgegenzusetzen. Deshalb halte ich den Konstruktivismus für gefährlich - auch wenn er sich selbst als Gegenentwurf zu jedem totalitären Denken betrachtet.
Orwell zeigt dagegen hellsichtig, was wirklich vor totalitären Systemen schützt: Literatur, Einsamkeit, Tagebuch-Schreiben, Individualität, Religion, Liebe, Familie, Musik, Natur. Und das Festhalten an der Wahrheit, die man selbst erkannt hat: "Being in a minority, even a minority of one, did not make you mad. There was truth and there was untruth, and if you clung to the truth even against the whole world, you were not mad."
Montag, 4. Mai 2009
Pygmalion
Der Bildhauer Pygmalion war von den Frauen enttäuscht. Er verliebte sich in eine Elfenbeinstatue, die er selbst erschaffen hatte, und flehte Aphrodite an, ihm eine Frau zu schenken, die seiner Statue ähnlich ist. Daraufhin erwacht die Statue zum Leben. Nachzulesen ist dies bei Ovid in den "Metamorphosen".
Der alte Gedanke, lebendige Menschen einem elfenbeinernen Ideal zu unterwerfen und sie auf diese Weise zu perfektionieren, gefiel besonders der Aufklärung. So schlüpfte auch der junge Heinrich von Kleist, den Kopf noch voll von aufklärerischen Vorstellungen, in die Rolle des Pygmalion. Seiner Braut Wilhelmine von Zenge gab er Denkübungen auf, um ihren Verstand und ihre Seelenkräfte zu formen. Die Verlobung platzte, und Wilhelmine schrieb an ihren späteren Ehemann Wilhelm Traugott Krug: "Er hatte einen erhabenen Begriff von Sittlichkeit, und mich wollte er zum Ideal umschaffen, welches mich oft bekümmerte." Der Mythos von Pygmalion begegnet hier also als Tragödie zweier Liebender.
Mit Zügen eines Satyrspiels stattet ihn dagegen George Bernard Shaw aus. Sein Schauspiel "Pygmalion" erzählt die Geschichte des Professors Henry Higgins, eines selbstgerechten Sprachwissenschaftlers, der der Blumenverkäuferin Eliza Doolittle beibringen will, mit dem Akzent einer Herzogin der Londoner Gesellschaft zu sprechen. Doch auch hier endet die Geschichte traurig: Eliza verläßt den kaltherzigen Professor, weil er nicht sie liebt, sondern sein Ideal.
Shaws Schauspiel wurde später umgearbeitet zu dem Musical "My fair lady", und hier gibt es endlich ein Happy End: Der eingefleischte Junggeselle Higgins verliebt sich in Eliza und sie träumen einer ungewissen Zukunft entgegen.
Als das Musical 1964 verfilmt wurde, spielte Audrey Hepburn die Rolle der Eliza. Das entbehrt nicht einer gewissen Ironie: Denn die zarte, elfenhafte Hepburn, Tochter eines englischen Bankiers und einer niederländischen Baronin, war als robustes Gossenmädchen eine geradezu groteske Fehlbesetzung. Dennoch ist Hepburn mit dieser Rolle vielen in Erinnerung geblieben. Heute wäre Audrey Hepburn 80 Jahre alt geworden.
Der alte Gedanke, lebendige Menschen einem elfenbeinernen Ideal zu unterwerfen und sie auf diese Weise zu perfektionieren, gefiel besonders der Aufklärung. So schlüpfte auch der junge Heinrich von Kleist, den Kopf noch voll von aufklärerischen Vorstellungen, in die Rolle des Pygmalion. Seiner Braut Wilhelmine von Zenge gab er Denkübungen auf, um ihren Verstand und ihre Seelenkräfte zu formen. Die Verlobung platzte, und Wilhelmine schrieb an ihren späteren Ehemann Wilhelm Traugott Krug: "Er hatte einen erhabenen Begriff von Sittlichkeit, und mich wollte er zum Ideal umschaffen, welches mich oft bekümmerte." Der Mythos von Pygmalion begegnet hier also als Tragödie zweier Liebender.
Mit Zügen eines Satyrspiels stattet ihn dagegen George Bernard Shaw aus. Sein Schauspiel "Pygmalion" erzählt die Geschichte des Professors Henry Higgins, eines selbstgerechten Sprachwissenschaftlers, der der Blumenverkäuferin Eliza Doolittle beibringen will, mit dem Akzent einer Herzogin der Londoner Gesellschaft zu sprechen. Doch auch hier endet die Geschichte traurig: Eliza verläßt den kaltherzigen Professor, weil er nicht sie liebt, sondern sein Ideal.
Shaws Schauspiel wurde später umgearbeitet zu dem Musical "My fair lady", und hier gibt es endlich ein Happy End: Der eingefleischte Junggeselle Higgins verliebt sich in Eliza und sie träumen einer ungewissen Zukunft entgegen.
Als das Musical 1964 verfilmt wurde, spielte Audrey Hepburn die Rolle der Eliza. Das entbehrt nicht einer gewissen Ironie: Denn die zarte, elfenhafte Hepburn, Tochter eines englischen Bankiers und einer niederländischen Baronin, war als robustes Gossenmädchen eine geradezu groteske Fehlbesetzung. Dennoch ist Hepburn mit dieser Rolle vielen in Erinnerung geblieben. Heute wäre Audrey Hepburn 80 Jahre alt geworden.
Samstag, 25. April 2009
Freiheit und Religionsunterricht
Wer sich die Begriffe aneignet, sie mit seinen Inhalten füllt, hat die Macht. In Berlin hat ein rot-roter Senat die Macht. Er hat gerade den Begriff "Freiheit" umdefiniert. Morgen stimmen die Berliner darüber ab, ob die Schüler die Freiheit haben sollen, zwischen Religion und Ethik zu wählen - denn bisher sind sie dazu gezwungen, Ethikunterricht zu besuchen. In einer aus Steuermitteln finanzierten Werbekampagne macht der Berliner Senat Stimmung gegen das Anliegen von Pro Reli, und zwar mit Slogans wie "Nein zum Wahlzwang". Wählen zu dürfen bedeutet also Zwang? Sich von der Obrigkeit die Möglichkeit zur Wahl nehmen zu lassen, bedeutet also Freiheit? Freiheit ist Sklaverei? Ist es Dummheit oder Dreistigkeit, wenn sich Politiker auf so dämliche Weise selbst entlarven? Auf alle Fälle ist die Umdeutung der Begriffe in diesem Fall eine Lüge.
Eine hervorragende Analyse zum Thema "Religionsunterricht in Berlin" liefert Bettina Röhl.
Eine hervorragende Analyse zum Thema "Religionsunterricht in Berlin" liefert Bettina Röhl.
Der Tunnel
Die Erinnerung ist ein großer Gleichmacher. Stimmungen, Eindrücke bleiben haften, und Details, die nicht passen, werden passend gemacht. So geht es mir auch mit meinen Erinnerungen an den Deutschunterricht damals im Gymnasium. Die Grundstimmung, die haften geblieben ist, trifft die Sache gewiß gut: eine einzige Betroffenheitssuppe, in der Günther Wallraff und Dorothée Sölle schwimmen, und die wir essen sollten, um zu besseren Menschen zu werden. Literatur, so mußten wir damals vermuten, hatte den Zweck, das Problembewußtsein zu schärfen und das Weltbild der Schüler mit einfachen Wahrheiten einzuzäunen. So konnte zuletzt sogar der "Faust" heruntergebrochen werden auf Gretchens mißlungene Emanzipation. Den "Faust" freilich liest man erst kurz vor dem Abitur, und da wußte ich schon, daß Goethe nichts dafür konnte. Um andere Autoren mache ich noch immer einen großen Bogen. So bisher auch um Dürrenmatt. Wie allen Autoren, die ich in der Mittelstufe lesen mußte, brachte ich ihm Mißtrauen entgegen. Zu Unrecht, wie ich gestern erkannte. Ich las noch einmal seine Erzählung "Der Tunnel". Ein 24-jähriger Student , "fett, damit das Schreckliche hinter den Kulissen, welches er sah (das war seine Fähigkeit, vielleicht seine einzige) nicht allzu nah an ihn herankomme" , steigt in den Zug nach Zürich. Der Zug gerät in einen nicht endenden Tunnel und rast, immer schneller, in einen Abgrund. Der Lokführer ist, wie der Student feststellen muß, längst abgesprungen, der Führerstand leer.
Die Vielzahl der Deutungen, die diese kurze Erzählung hervorgerufen hat, zeigt, daß sie sich nicht auf einen Begriff bringen läßt, sich nicht von einem Begriff unterwerfen läßt. In den Alltag bricht ein unverständliches Geschehen ein, das Schreckliche, vor dem man sich nicht abschirmen kann; das Unerklärliche, vor dem man sich vergeblich mit Erklärungen zu schützen versucht: "Wir bewegen uns auf Schienen, der Tunnel muß also irgendwohin führen. Nichts beweist, daß am Tunnel etwas nicht in Ordnung ist, außer natürlich, daß er nicht aufhört."
Und so verweist diese kurze Erzählung zugleich auf die Grenzen menschlicher Erkenntnis wie auch auf die Freiheit der Literatur, Dinge zu sagen, die sich nicht ohne weiteres in einfache Welterklärungsmuster oder gar Handlungsanweisungen übersetzen lassen.
Die Vielzahl der Deutungen, die diese kurze Erzählung hervorgerufen hat, zeigt, daß sie sich nicht auf einen Begriff bringen läßt, sich nicht von einem Begriff unterwerfen läßt. In den Alltag bricht ein unverständliches Geschehen ein, das Schreckliche, vor dem man sich nicht abschirmen kann; das Unerklärliche, vor dem man sich vergeblich mit Erklärungen zu schützen versucht: "Wir bewegen uns auf Schienen, der Tunnel muß also irgendwohin führen. Nichts beweist, daß am Tunnel etwas nicht in Ordnung ist, außer natürlich, daß er nicht aufhört."
Und so verweist diese kurze Erzählung zugleich auf die Grenzen menschlicher Erkenntnis wie auch auf die Freiheit der Literatur, Dinge zu sagen, die sich nicht ohne weiteres in einfache Welterklärungsmuster oder gar Handlungsanweisungen übersetzen lassen.
Donnerstag, 23. April 2009
Welttag des Buches
Gedenktage dienen dazu, an Verlorenes, gerade Verlorengehendes oder Schützenswertes zu erinnern. Den Welttag des Buches, der heute begangen wird, gibt es seit 1995. Die "Stiftung Lesen" verschenkt jedes Jahr an Kinder ein eigens zu diesem Anlaß herausgebrachtes Buch, diesmal mit Abenteuergeschichten.
Über ein geschenktes Buch hätte ich mich als Kind gewiß gefreut. Zum Lesen bewegen mußte man mich nicht. Es gab keine Computer, kein Internet und nur drei Fernsehprogramme, dafür eine Pfarrbibliothek, die in meiner Erinnerung gewaltige Ausmaße annimmt. Ich las Astrid Lindgren oder Enid Blyton oder Otfried Preußler. Manches davon würde heute nicht mehr ohne Weiteres vor den Augen der Sittenwächter der political correctness bestehen: Enid Blyton - reaktionär, außerdem wird in den Internatsgeschichten ganz schön viel gemobbt. Und daß Michel aus Lönneberga seinen Hahn und sein Schweinchen mit vergorenen Kirschen betrunken macht... Nun ja. Aber das Gute daran war eben, daß ich bei diesen Büchern nie das Gefühl hatte, daß sie meiner Erziehung dienen, schon gar nicht meiner Erziehung zu einem guten Staatsbürger. Im Gegensatz zu etlichen Kinder- und Jugendbüchern heute, die vor allem Problembewußtsein demonstrieren und ihren jungen Lesern eine Lektion erteilen wollen. Auch wenn das noch so gut gemeint sein mag: Dagegen hätte ich mich als Kind gesträubt. Auch Kinder wollen Bücher, die sie unterhalten und die ihnen die Welt deuten - aber keine Bücher, die ihre Leser verbessern wollen und sie damit auf subtile Weise entmündigen. Man kann Kindern ruhig ein bißchen mehr zutrauen.
Über ein geschenktes Buch hätte ich mich als Kind gewiß gefreut. Zum Lesen bewegen mußte man mich nicht. Es gab keine Computer, kein Internet und nur drei Fernsehprogramme, dafür eine Pfarrbibliothek, die in meiner Erinnerung gewaltige Ausmaße annimmt. Ich las Astrid Lindgren oder Enid Blyton oder Otfried Preußler. Manches davon würde heute nicht mehr ohne Weiteres vor den Augen der Sittenwächter der political correctness bestehen: Enid Blyton - reaktionär, außerdem wird in den Internatsgeschichten ganz schön viel gemobbt. Und daß Michel aus Lönneberga seinen Hahn und sein Schweinchen mit vergorenen Kirschen betrunken macht... Nun ja. Aber das Gute daran war eben, daß ich bei diesen Büchern nie das Gefühl hatte, daß sie meiner Erziehung dienen, schon gar nicht meiner Erziehung zu einem guten Staatsbürger. Im Gegensatz zu etlichen Kinder- und Jugendbüchern heute, die vor allem Problembewußtsein demonstrieren und ihren jungen Lesern eine Lektion erteilen wollen. Auch wenn das noch so gut gemeint sein mag: Dagegen hätte ich mich als Kind gesträubt. Auch Kinder wollen Bücher, die sie unterhalten und die ihnen die Welt deuten - aber keine Bücher, die ihre Leser verbessern wollen und sie damit auf subtile Weise entmündigen. Man kann Kindern ruhig ein bißchen mehr zutrauen.
Mittwoch, 22. April 2009
Gezwitscher 2
Wie gesagt, ich mag dieses Gezwitscher nicht. Dennoch war Twitter wohl unvermeidlich. Je mehr sich die schriftliche Kommunikation beschleunigt, desto kürzer werden die übermittelten Nachrichten. Als um 1800 die Post noch Tage oder sogar Wochen unterwegs war, wurden seitenlange Briefe geschrieben, in denen der Schreibende ausführlich und sehr differenziert über seinen Seelenzustand Rechenschaft ablegte. Heute undenkbar, denn die Verkürzung und Beschleunigung der Nachrichten führt unweigerlich zu einem Verlust an Substanz. 140 Zeichen genügen nicht, um differenziert zu argumentieren. Die Briefkultur weicht einer hysterischen News-Kultur.
Diese Tendenz zu kurzen, leicht verständlichen Häppchen hat längst auf die Literatur übergegriffen. Der kolumbianische Schriftsteller Memo Anjel erklärte 2005 in einem Interview:
"Ich glaube, die langen und labyrinthischen Kapitel funktionieren heutzutage nicht mehr. Die Leser haben sich gewandelt. Sie haben mehr Bilder im Kopf – aus dem Fernsehen, dem Internet, dem Kino. Die Zeit zum Lesen teilen sie mit anderen Aktivitäten."
Er zieht daraus die Konsequenz, daß heute kürzer und schneller geschrieben werden muß, was auch oft geschieht - die Poesie imitiert also die Wirklichkeit und folgt den Maßstäben ihrer Zeit. Dennoch gibt es noch Romanciers, die den Mut zu dem "Meer der Epik" haben, von dem Thomas Mann sprach, zu langen, tiefen, verschlungenen Kapiteln - den Mut also zu einer Poesie, die Gegenwelten erzeugt. Zu ihnen gehört z.B. Martin Mosebach.
Diese Tendenz zu kurzen, leicht verständlichen Häppchen hat längst auf die Literatur übergegriffen. Der kolumbianische Schriftsteller Memo Anjel erklärte 2005 in einem Interview:
"Ich glaube, die langen und labyrinthischen Kapitel funktionieren heutzutage nicht mehr. Die Leser haben sich gewandelt. Sie haben mehr Bilder im Kopf – aus dem Fernsehen, dem Internet, dem Kino. Die Zeit zum Lesen teilen sie mit anderen Aktivitäten."
Er zieht daraus die Konsequenz, daß heute kürzer und schneller geschrieben werden muß, was auch oft geschieht - die Poesie imitiert also die Wirklichkeit und folgt den Maßstäben ihrer Zeit. Dennoch gibt es noch Romanciers, die den Mut zu dem "Meer der Epik" haben, von dem Thomas Mann sprach, zu langen, tiefen, verschlungenen Kapiteln - den Mut also zu einer Poesie, die Gegenwelten erzeugt. Zu ihnen gehört z.B. Martin Mosebach.
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Dienstag, 21. April 2009
Gezwitscher
Die Singvögel im Garten zwitschern nicht, weil sie sich über das schöne Wetter freuen oder weil sie ihren Zuhörern eine Freude machen wollen, sondern weil sie Konkurrenten aus ihrem Revier vertreiben und Weibchen anlocken wollen. Statt Kunst also Überlebenskampf. Ähnlich wird es wohl mit dem virtuellen Gezwitscher, Twitter, sein. Die Kurznachrichten, die pausenlos ins Netz gesendet werden, haben selten den künstlerischen Rang eines Aphorismus oder eines Haiku. Man liest viel Belangloses aus dem Privatleben ("Die Sonne scheint, voll krass, trinke Redbull.") oder Berufsleben ("Riesenfisch an Land gezogen. Mega-Deal."). Die Botschaft dahinter lautet meistens nur: "Ich bin (auch noch) da."
Nun dürfte ein Medium, mit dem sich Präsenz markieren läßt, ohne daß man etwas Bedeutendes sagen muß, besonders für Politiker reizvoll sein. (Barack Obama hat's vorgemacht.) Und in der Tat: Die Liste mit "Politik-Tweeds" ist schnell gefunden. Hubertus Heil twittert ("Jetzt das Regierungsprogramm herunterladen!"), Volker Beck ("Minderheitenfeindlichkeit muss widersprochen werden."), David McAllister ("Niedersachsen profitiert von Europa besonders" - CDU beschließt Wahlprogramm zur Europawahl.").
Was für ein häßliches Medium!
Nun dürfte ein Medium, mit dem sich Präsenz markieren läßt, ohne daß man etwas Bedeutendes sagen muß, besonders für Politiker reizvoll sein. (Barack Obama hat's vorgemacht.) Und in der Tat: Die Liste mit "Politik-Tweeds" ist schnell gefunden. Hubertus Heil twittert ("Jetzt das Regierungsprogramm herunterladen!"), Volker Beck ("Minderheitenfeindlichkeit muss widersprochen werden."), David McAllister ("Niedersachsen profitiert von Europa besonders" - CDU beschließt Wahlprogramm zur Europawahl.").
Was für ein häßliches Medium!
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