"Nunc et in hora mortis nostrae. Amen."
Woher?
Giuseppe Tomasi di Lampedusa, Leopard
Montag, 18. Mai 2009
Sonntag, 17. Mai 2009
Sonntagnachmittag
Strahlendes Wetter, sonntags wird nicht gearbeitet, und ich schaue in eines meiner Lieblingsbücher hinein: Dostojewskij, "Schuld und Sühne", in der großartigen Übersetzung von Werner Bergengruen. Auch Swetlana Geiers Übersetzung von 1994 soll gut sein, habe ich gehört. Ich habe sie mir nie angeschafft, weil mich der Titel so sehr stört: "Verbrechen und Strafe" - das klingt nach law and order, sex and crime und irgendwie nach Richterin Barbara Salesch. Es klingt kalt und juristisch. Der russische Originaltitel soll in seiner genauen Bedeutung irgendwo zwischen "Schuld und Sühne" und "Verbrechen und Strafe" liegen. Wie auch immer: "Schuld und Sühne" trifft es im Deutschen einfach besser. Der Titel "Verbrechen und Strafe" tilgt den metaphysischen bzw. religiösen Gehalt des Romans, der aber eigentlich nicht weggedeutet werden kann. Auch wenn es viele nicht wahrhaben wollen: Dostojewskij, der größte Romancier aller Zeiten, war ein tiefgläubiger Christ, und das hat er in seinen Romanen nicht verschwiegen. Sein Werk läßt sich nicht herunterbrechen auf den Versuch, ein soziales Anliegen zur Sprache zu bringen. Das hat die marxistische Literaturwissenschaft versucht und ist daran gescheitert.
Hier nicht der letzte, sondern der vorletzte Satz:
"Allein hier beginnt bereits eine neue Geschichte, die Geschichte der stufenweisen Erneuerung eines Menschen, die Geschichte einer stufenweisen Wiedergeburt, eines stufenweisen Übergangs aus einer Welt in eine andere, eines stufenweisen Vertrautwerdens mit einer neuen, bisher völlig unbekannten Wirklichkeit."
Hier nicht der letzte, sondern der vorletzte Satz:
"Allein hier beginnt bereits eine neue Geschichte, die Geschichte der stufenweisen Erneuerung eines Menschen, die Geschichte einer stufenweisen Wiedergeburt, eines stufenweisen Übergangs aus einer Welt in eine andere, eines stufenweisen Vertrautwerdens mit einer neuen, bisher völlig unbekannten Wirklichkeit."
Samstag, 16. Mai 2009
Charles Perrault
"Der Königssohn half Dornröschen, deren Glieder noch immer etwas eingeschlafen waren, aus dem Bette. Sie war ganz angekleidet, wobei er bemerkte, daß ihre Toilette die größte Ähnlichkeit hatte mit der seiner seligen Großmutter. Aber er hütete sich, darüber ein Wörtchen zu verlieren. Er ging sogar so weit, ihre veraltete Tracht von anno dazumal auf feine Weise zu loben, was ihm in ihren Augen gewiß nicht schadete, obwohl sie tat, als läge ihr an solchen Kleinigkeiten wie Kleider und Putz nicht das allermindeste."
Das Märchen von Dornröschen kennt jeder. Doch hört sich das nicht ein bißchen anders an? Nicht so verspielt, augenzwinkernd und galant? Wir kennen die Fassung der Brüder Grimm, und deren Kinder- und Hausmärchen sollten freilich, dem Geschmack der Romantik entsprechend, volkstümlich und einfach klingen - als handelte es sich um die unmittelbare Niederschrift eines lange nur mündlich überlieferten Textes (und damit es so klang, mußten die beiden Sammler lange an ihren Märchen feilen.) Das Zitat oben stammt jedoch aus der französischen Fassung von Dornröschen, "La Belle au Bois dormant", von Charles Perrault (1628-1703). Er hat die Gattung "Märchen" in Europa erst berühmt gemacht, und auch die Brüder Grimm haben Märchen von ihm übernommen. Perrault schrieb für das gebildete Publikum der Pariser Salons - und dazu paßt sein Tonfall sehr gut. Vor 306 Jahren ist Charles Perrault gestorben.
Das Märchen von Dornröschen kennt jeder. Doch hört sich das nicht ein bißchen anders an? Nicht so verspielt, augenzwinkernd und galant? Wir kennen die Fassung der Brüder Grimm, und deren Kinder- und Hausmärchen sollten freilich, dem Geschmack der Romantik entsprechend, volkstümlich und einfach klingen - als handelte es sich um die unmittelbare Niederschrift eines lange nur mündlich überlieferten Textes (und damit es so klang, mußten die beiden Sammler lange an ihren Märchen feilen.) Das Zitat oben stammt jedoch aus der französischen Fassung von Dornröschen, "La Belle au Bois dormant", von Charles Perrault (1628-1703). Er hat die Gattung "Märchen" in Europa erst berühmt gemacht, und auch die Brüder Grimm haben Märchen von ihm übernommen. Perrault schrieb für das gebildete Publikum der Pariser Salons - und dazu paßt sein Tonfall sehr gut. Vor 306 Jahren ist Charles Perrault gestorben.
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Donnerstag, 14. Mai 2009
Der Papst und die Medien
Benedikt XVI. wird als moralische und intellektuelle Instanz weltweit gewürdigt. Doch der Traum von einer angepaßten Zeitgeist-Kirche läßt sich mit ihm nicht träumen: Er positioniert sich deutlich gegen Tendenzen der Zeit, die er als Irrwege erkannt hat. Dies erklärt die Stimmungsmache gegen den Papst in den deutschsprachigen Medien. Seit Jahresbeginn jagt eine Kampagne die nächste, und wenn der Papst auf Reisen ist, bricht eine Welle inszenierter Empörung schon los, bevor er das Flugzeug verlassen hat. Dabei scheint es vor allem darum zu gehen, das Ansehen des Papstes zu beschädigen, damit seine Stimme nicht mehr gehört wird. Es war also durchaus vorhersehbar, daß die Reise des Papstes ins Heilige Land von Süddeutsche, Spiegel, taz, ARD etc. weder gerecht noch kenntnisreich kommentiert wird. Eine hervorragende Analyse der Medienkampagne gegen Papst Benedikt anläßlich der Aufhebung der Exkommunikation (nicht: Rehabilitierung!) der Pius-Bischöfe verfaßte Andreas Püttman für die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Die Neue Ordnung“. Herunterladen kann man den Aufsatz hier.
Ein paar Zitate:
"Man will den alten weisen Mann, der in seiner Güte, Geistesgröße und moralischen Konsequenz eine wandelnde Mahnung an das „bessere Ich“ und den inneren Schweinehund ist – partout selbst in Schuld verstrickt, entlarvt, gedemütigt und zu Kreuze kriechen sehen."
"Es konnte in diesen Wochen schon erschüttern, wie schnell Joseph Ratzingers Verdienste um die christlich-jüdische Aussöhnung weggewischt wurden. Aber nicht nur diese. Überhaupt verrutschten in der Eigendynamik des antirömischen Kesseltreibens die Proportionen: Papst Benedikt hat in den ersten vier Jahren seiner Amtszeit zwei allseits bewunderte Enzykliken und einen Bestseller über Jesus vorgelegt, zwei eindrucksvolle Weltjugendtage und eine Reihe höchst erfolgreicher Auslandsreisen – darunter auf so vermintes Terrain wie die Türkei, Polen (Auschwitz) und die USA – absolviert und wichtige Debatten über Religion und Vernunft sowie Glaube und Gewalt angestoßen. Eine absolute Mehrheit der Deutschen lobte seine Arbeit noch jüngst als „gut“ oder „sehr gut“. Nun soll er laut deutschen Leitmedien plötzlich eine „Fehlbesetzung“, ein „Pontifex der Pleiten und Pannen“ (Der Spiegel) sein, nur weil seine pastorale Versöhnungsgeste gegenüber den Piusbrüdern auch einen Mann mit abstrusen politischhistorischen Ideen betrifft?“
"Knapp vier Jahre nach Beginn des Pontifikats ist es mit der Beißhemmung in kirchenferner wie kircheninterner Öffentlichkeit endgültig vorbei: „Der Geifer, mit dem sich in diesen Tagen Journalisten auf den Papst stürzen, erinnert an eine Meute ausgehungerter Wölfe“ (Peter Seewald). Daß Benedikt XVI. „in schöner Regelmäßigkeit Kollisionen mit der real existierenden Welt“ passieren (Der Spiegel), ist aber gar kein Manko, sondern biblischer Normalfall und geradezu Qualitätsbeweis dieses Pontifikats, das von Anfang an spannend zu werden versprach.“
Ein paar Zitate:
"Man will den alten weisen Mann, der in seiner Güte, Geistesgröße und moralischen Konsequenz eine wandelnde Mahnung an das „bessere Ich“ und den inneren Schweinehund ist – partout selbst in Schuld verstrickt, entlarvt, gedemütigt und zu Kreuze kriechen sehen."
"Es konnte in diesen Wochen schon erschüttern, wie schnell Joseph Ratzingers Verdienste um die christlich-jüdische Aussöhnung weggewischt wurden. Aber nicht nur diese. Überhaupt verrutschten in der Eigendynamik des antirömischen Kesseltreibens die Proportionen: Papst Benedikt hat in den ersten vier Jahren seiner Amtszeit zwei allseits bewunderte Enzykliken und einen Bestseller über Jesus vorgelegt, zwei eindrucksvolle Weltjugendtage und eine Reihe höchst erfolgreicher Auslandsreisen – darunter auf so vermintes Terrain wie die Türkei, Polen (Auschwitz) und die USA – absolviert und wichtige Debatten über Religion und Vernunft sowie Glaube und Gewalt angestoßen. Eine absolute Mehrheit der Deutschen lobte seine Arbeit noch jüngst als „gut“ oder „sehr gut“. Nun soll er laut deutschen Leitmedien plötzlich eine „Fehlbesetzung“, ein „Pontifex der Pleiten und Pannen“ (Der Spiegel) sein, nur weil seine pastorale Versöhnungsgeste gegenüber den Piusbrüdern auch einen Mann mit abstrusen politischhistorischen Ideen betrifft?“
"Knapp vier Jahre nach Beginn des Pontifikats ist es mit der Beißhemmung in kirchenferner wie kircheninterner Öffentlichkeit endgültig vorbei: „Der Geifer, mit dem sich in diesen Tagen Journalisten auf den Papst stürzen, erinnert an eine Meute ausgehungerter Wölfe“ (Peter Seewald). Daß Benedikt XVI. „in schöner Regelmäßigkeit Kollisionen mit der real existierenden Welt“ passieren (Der Spiegel), ist aber gar kein Manko, sondern biblischer Normalfall und geradezu Qualitätsbeweis dieses Pontifikats, das von Anfang an spannend zu werden versprach.“
Dienstag, 12. Mai 2009
Samstag, 9. Mai 2009
1984
Noch einmal gelesen: Orwells "1984", und erstaunt über die Zeitlosigkeit dieses Entwurfs. Deutlich ist: Totalitarismus beginnt in den Köpfen. Jedes totalitäre System sucht die Kontrolle über die Wahrnehmung und die Gedanken des Einzelnen. Damit die Wirklichkeit geleugnet und einer Idee untergeordnet werden kann.
Deutlich wird auch: Einem totalitären System hat wenig entgegenzusetzen, wer seiner eigenen Wahrnehmung nicht vertraut, nicht den Versuch wagt, die Wahrheit selbst zu erkennen, nach Erkenntnis zu suchen mit den Mitteln seiner Vernunft. Deshalb: "Freedom is the freedom to say that two plus two make four."
Doch das Leugnen von Erkenntnissen, die auf der Hand liegen, ist heute zu einer Mode-Ideologie geworden. Der Konstruktivismus besteht in der Annahme, "dass jeder Mensch sich seine eigene Wirklichkeit konstruiert, also jeder Einzelne in einer anderen Wirklichkeit lebt und es somit keine für alle Menschen gleichermaßen gültige Wirklichkeit gibt". Warum er letztlich absurd ist, beschreibt Eugen Maria Schulak heute im EF-Blog.
Eins ist klar: Der Konstruktivismus raubt seinen Anhängern den Mut und das Vertrauen in ihre eigene Erkenntnisfähigkeit. Und wo es nichts zu verteidigen gibt, hat man einem Gegner, der entschlossener auftritt, nichts entgegenzusetzen. Deshalb halte ich den Konstruktivismus für gefährlich - auch wenn er sich selbst als Gegenentwurf zu jedem totalitären Denken betrachtet.
Orwell zeigt dagegen hellsichtig, was wirklich vor totalitären Systemen schützt: Literatur, Einsamkeit, Tagebuch-Schreiben, Individualität, Religion, Liebe, Familie, Musik, Natur. Und das Festhalten an der Wahrheit, die man selbst erkannt hat: "Being in a minority, even a minority of one, did not make you mad. There was truth and there was untruth, and if you clung to the truth even against the whole world, you were not mad."
Deutlich wird auch: Einem totalitären System hat wenig entgegenzusetzen, wer seiner eigenen Wahrnehmung nicht vertraut, nicht den Versuch wagt, die Wahrheit selbst zu erkennen, nach Erkenntnis zu suchen mit den Mitteln seiner Vernunft. Deshalb: "Freedom is the freedom to say that two plus two make four."
Doch das Leugnen von Erkenntnissen, die auf der Hand liegen, ist heute zu einer Mode-Ideologie geworden. Der Konstruktivismus besteht in der Annahme, "dass jeder Mensch sich seine eigene Wirklichkeit konstruiert, also jeder Einzelne in einer anderen Wirklichkeit lebt und es somit keine für alle Menschen gleichermaßen gültige Wirklichkeit gibt". Warum er letztlich absurd ist, beschreibt Eugen Maria Schulak heute im EF-Blog.
Eins ist klar: Der Konstruktivismus raubt seinen Anhängern den Mut und das Vertrauen in ihre eigene Erkenntnisfähigkeit. Und wo es nichts zu verteidigen gibt, hat man einem Gegner, der entschlossener auftritt, nichts entgegenzusetzen. Deshalb halte ich den Konstruktivismus für gefährlich - auch wenn er sich selbst als Gegenentwurf zu jedem totalitären Denken betrachtet.
Orwell zeigt dagegen hellsichtig, was wirklich vor totalitären Systemen schützt: Literatur, Einsamkeit, Tagebuch-Schreiben, Individualität, Religion, Liebe, Familie, Musik, Natur. Und das Festhalten an der Wahrheit, die man selbst erkannt hat: "Being in a minority, even a minority of one, did not make you mad. There was truth and there was untruth, and if you clung to the truth even against the whole world, you were not mad."
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Montag, 4. Mai 2009
Pygmalion
Der Bildhauer Pygmalion war von den Frauen enttäuscht. Er verliebte sich in eine Elfenbeinstatue, die er selbst erschaffen hatte, und flehte Aphrodite an, ihm eine Frau zu schenken, die seiner Statue ähnlich ist. Daraufhin erwacht die Statue zum Leben. Nachzulesen ist dies bei Ovid in den "Metamorphosen".
Der alte Gedanke, lebendige Menschen einem elfenbeinernen Ideal zu unterwerfen und sie auf diese Weise zu perfektionieren, gefiel besonders der Aufklärung. So schlüpfte auch der junge Heinrich von Kleist, den Kopf noch voll von aufklärerischen Vorstellungen, in die Rolle des Pygmalion. Seiner Braut Wilhelmine von Zenge gab er Denkübungen auf, um ihren Verstand und ihre Seelenkräfte zu formen. Die Verlobung platzte, und Wilhelmine schrieb an ihren späteren Ehemann Wilhelm Traugott Krug: "Er hatte einen erhabenen Begriff von Sittlichkeit, und mich wollte er zum Ideal umschaffen, welches mich oft bekümmerte." Der Mythos von Pygmalion begegnet hier also als Tragödie zweier Liebender.
Mit Zügen eines Satyrspiels stattet ihn dagegen George Bernard Shaw aus. Sein Schauspiel "Pygmalion" erzählt die Geschichte des Professors Henry Higgins, eines selbstgerechten Sprachwissenschaftlers, der der Blumenverkäuferin Eliza Doolittle beibringen will, mit dem Akzent einer Herzogin der Londoner Gesellschaft zu sprechen. Doch auch hier endet die Geschichte traurig: Eliza verläßt den kaltherzigen Professor, weil er nicht sie liebt, sondern sein Ideal.
Shaws Schauspiel wurde später umgearbeitet zu dem Musical "My fair lady", und hier gibt es endlich ein Happy End: Der eingefleischte Junggeselle Higgins verliebt sich in Eliza und sie träumen einer ungewissen Zukunft entgegen.
Als das Musical 1964 verfilmt wurde, spielte Audrey Hepburn die Rolle der Eliza. Das entbehrt nicht einer gewissen Ironie: Denn die zarte, elfenhafte Hepburn, Tochter eines englischen Bankiers und einer niederländischen Baronin, war als robustes Gossenmädchen eine geradezu groteske Fehlbesetzung. Dennoch ist Hepburn mit dieser Rolle vielen in Erinnerung geblieben. Heute wäre Audrey Hepburn 80 Jahre alt geworden.
Der alte Gedanke, lebendige Menschen einem elfenbeinernen Ideal zu unterwerfen und sie auf diese Weise zu perfektionieren, gefiel besonders der Aufklärung. So schlüpfte auch der junge Heinrich von Kleist, den Kopf noch voll von aufklärerischen Vorstellungen, in die Rolle des Pygmalion. Seiner Braut Wilhelmine von Zenge gab er Denkübungen auf, um ihren Verstand und ihre Seelenkräfte zu formen. Die Verlobung platzte, und Wilhelmine schrieb an ihren späteren Ehemann Wilhelm Traugott Krug: "Er hatte einen erhabenen Begriff von Sittlichkeit, und mich wollte er zum Ideal umschaffen, welches mich oft bekümmerte." Der Mythos von Pygmalion begegnet hier also als Tragödie zweier Liebender.
Mit Zügen eines Satyrspiels stattet ihn dagegen George Bernard Shaw aus. Sein Schauspiel "Pygmalion" erzählt die Geschichte des Professors Henry Higgins, eines selbstgerechten Sprachwissenschaftlers, der der Blumenverkäuferin Eliza Doolittle beibringen will, mit dem Akzent einer Herzogin der Londoner Gesellschaft zu sprechen. Doch auch hier endet die Geschichte traurig: Eliza verläßt den kaltherzigen Professor, weil er nicht sie liebt, sondern sein Ideal.
Shaws Schauspiel wurde später umgearbeitet zu dem Musical "My fair lady", und hier gibt es endlich ein Happy End: Der eingefleischte Junggeselle Higgins verliebt sich in Eliza und sie träumen einer ungewissen Zukunft entgegen.
Als das Musical 1964 verfilmt wurde, spielte Audrey Hepburn die Rolle der Eliza. Das entbehrt nicht einer gewissen Ironie: Denn die zarte, elfenhafte Hepburn, Tochter eines englischen Bankiers und einer niederländischen Baronin, war als robustes Gossenmädchen eine geradezu groteske Fehlbesetzung. Dennoch ist Hepburn mit dieser Rolle vielen in Erinnerung geblieben. Heute wäre Audrey Hepburn 80 Jahre alt geworden.
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